Welche Nebenwirkungen kann Melatonin haben?
Melatonin wird oft als „natürliche“ Einschlafhilfe wahrgenommen, ist jedoch ein potentes Hormon, das in die Steuerung unseres Körpers eingreift. Basierend auf aktuellen Einschätzungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sollten Anwender folgende Punkte beachten:
Häufige und allgemeine Nebenwirkungen
Obwohl moderate Mengen (ca. 1 mg) für gesunde Erwachsene meist gut verträglich sind, können – besonders bei höherer Dosierung – folgende Symptome auftreten:
Tagesmüdigkeit & Benommenheit: Der sogenannte „Hangover-Effekt“ tritt auf, wenn die Dosis zu hoch war oder die Schlafdauer nach der Einnahme zu kurz ist.
Kopfschmerzen & Schwindel: Dies sind die am häufigsten berichteten Beschwerden.
Magen-Darm-Beschwerden: Gelegentlich kann es zu Übelkeit oder Bauchschmerzen kommen.
Psychische Reaktionen: In Einzelfällen wird über Albträume, Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen berichtet.
Wechselwirkungen mit Medikamenten
Melatonin kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen. Besondere Vorsicht ist geboten bei:- Blutverdünnern: Das Blutungsrisiko kann steigen.
- Blutdrucksenkern: Melatonin kann deren Wirksamkeit verändern.
- Antiepileptika: Es gibt Hinweise auf eine Beeinflussung der Anfallshäufigkeit.
- Beruhigungsmitteln: Die schläfrig machende Wirkung kann sich gegenseitig verstärken.
Sicherheitshinweise für die Anwendung
- Kein Alkohol: Dieser stört den Schlafrhythmus und verstärkt Nebenwirkungen unvorhersehbar.
- Verkehrstüchtigkeit: Nach der Einnahme sollten Sie keine Fahrzeuge führen, da die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sein kann.
- Vorerkrankungen: Bei Autoimmunerkrankungen, Leber- oder Nierenleiden sowie während Schwangerschaft und Stillzeit ist eine ärztliche Rücksprache zwingend erforderlich.